Bis in Deine Träume



Gib dem Herbst die

 Dinge, die Dich beugen

die Seufzer, die das Licht des Tages fliehn

die ahnungsvoll den Schmerz der Welt bezeugen

die ungetröstet ihre Bahnen ziehn.


Gib dem Herbst auch jenes dunkle Fasssen,

das stets das eigne Glück bewahren will.

Im Lauschen lernst Du kummerloses Lassen,

die ruhelosen Wünsche werden still.


Bald enteignet Frotst die letzten Bäume,

auch die Röte wird nicht lang bestehn.

Jeder Herbst ruft bin in Deine Träume:
Alles Leben ist Vorübergehen.


Giannina Wedde